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Goethe, traduit et commenté par Nicolas Class

27 septembre 2012

par Nicolas Class

Faust. Der Tragödie zweiter Teil

Schlußszene

 
Johann Wolfgang Gœthe
 
Bergschluchten, Wald, Fels, Einöde
 
HEILIGE ANACHORETEN
(Gebirg auf verteilt, gelagert zwischen Klüften)
 
CHOR und ECHO
Waldung, sie schwankt heran,
Felsen, sie lasten dran,
Wurzeln, sie klammern an,
Stamm dicht am Stamm hinan.
Woge nach Woge spritzt,
Höhle, die Tiefste, schützt.
Löwen, sie schleichen stumm-
Freundlich um uns herum,
Ehren geweihten Ort,
Heiligen Liebeshort.
 
PATER EXTATICUS
(auf- und abschweifend)
Ewiger Wonnebrand,
Glühendes Liebeband,
Siedender Schmerz der Brust,
Schäumende Gotteslust.
Pfeile, durchdringet mich,
Lanzen, bezwinget mich,
Keulen, zerschmettert mich,
Blitze, durchwettert mich !
Daß ja das Nichtige
Alles verflüchtige,
Glänze der Dauerstern,
Ewiger Liebe Kern.
 
PATER PROFUNDUS
(Tiefe Region)
Wie Felsenabgrund mir zu Füßen
Auf tieferm Abgrund lastend ruht,
Wie tausend Bäche strahlend fließen
Zum grausen Sturz des Schaums der Flut,
Wie stark, mit eignem kräftigen Triebe,
Der Stamm sich in die Lüfte trägt,
So ist es die allmächtige Liebe,
Die alles bildet, alles hegt.
 
Ist um mich her ein wildes Brausen,
Als wogten Wald und Felsengrund,
Und doch stürzt, liebevoll im Sausen,
Die Wasserfülle sich zum Schlund,
Berufen gleich, das Tal zu wässern ;
Der Blitz, der flammend niederschlug,
Die Atmosphäre zu verbessern,
Die Gift und Dunst im Busen trug ;
 
Sind Liebesboten, sie verkünden,
Was ewig schaffend uns umwallt.
Mein Innres mög es auch entzünden,
Wo sich der Geist, verworren, kalt,
Verquält in stumpfer Sinne Schranken
Scharfangeschlossnem Kettenschmerz !
O Gott ! beschwichtige die Gedanken,
Erleuchte mein bedürftig Herz !
 
PATER SERAPHICUS
(Mittlere Region)
Welch ein Morgenwölkchen schwebet
Durch der Tannen schwankend Haar ?
Ahn ich, was im Innern lebet ?
Es ist junge Geisterschar !
 
CHOR SELIGER KNABEN
Sag uns, Vater, wo wir wallen,
Sag uns, Guter, wer wir sind ?
Glücklich sind wir : allen, allen
Ist das Dasein so gelind.
 
PATER SERAPHICUS
Knaben ! mitternachts Geborne,
Halb erschlossen Geist und Sinn,
Für die Eltern gleich Verlorne,
Für die Engel zum Gewinn,
Daß ein Liebender zugegen,
Fühlt ihr wohl, so naht euch nur !
Doch von schroffen Erdewegen,
Glückliche ! habt ihr keine Spur.
Steigt herab in meiner Augen
Welt- und erdgemäß Organ,
Könnt sie als die euern brauchen,
Schaut euch diese Gegend an !
(er nimmt sie in sich)
Das sind Bäume, das sind Felsen,
Wasserstrom, der abestürzt,
Und mit ungeheuerm Wälzen
Sich den steilen Weg verkürzt.
 
SELIGE KNABEN
(von innen)
Das ist mächtig anzuschauen,
Doch zu düster ist der Ort,
Schüttelt uns mit Schreck und Grauen,
Edler, Guter, laß uns fort.
 
PATER SERAPHICUS
Steigt hinan zu höherm Kreise,
Wachset immer unvermerkt,
Wie, nach ewig reiner Weise,
Gottes Gegenwart verstärkt.
Denn das ist der Geister Nahrung,
Die im freisten Äther waltet,
Ewigen Liebens Offenbarung,
Die zur Seligkeit entfaltet.
 
CHOR SELIGER KNABEN
(um die höchtsten Gipfel kreisend)
Hände verschlinget
Freudig zum Ringverein,
Regt euch und singet
Heilge Gefühle drein ;
Göttlich belehret,
Dürft ihr vertrauen,
Den ihr verehret,
Werdet ihr schauen.
 
ENGEL
(schwebend in der höhern Atmosphäre, FAUSTENS Unsterbliches tragend)
Gerettet ist das edle Glied
Der Geisterwelt vom Bösen,
„Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen.“
Und hat an ihm die Liebe gar
Von Oben teilgenommen,
Begegnet ihm die selige Schar
Mit herzlichem Willkommen.
 
DIE JÜNGEREN ENGEL
Jene Rosen, aus den Händen
Liebend heiliger Büsserinnen,
Halfen uns den Sieg gewinnen,
Und das hohe Werk vollenden,
Diesen Seelenschatz erbeuten.
Böse wichen, als wir streuten,
Teufel flohen, als wir trafen.
Statt gewohnter Höllenstrafen
Fühlten Liebesqual die Geister ;
Selbst der alte Satansmeister
War von spitzer Pein durchdrungen.
Jauchzet auf ! es ist gelungen !
 
DIE VOLLENDETEREN ENGEL
Uns bleibt ein Erdenrest,
Zu tragen peinlich,
Und wär er von Asbest,
Er ist nicht reinlich.
Wenn starke Geisteskraft
Die Elemente
An sich herangerafft,
Kein Engel trennte
Geeinte Zwienatur
Der innigen Beiden,
Die ewige Liebe nur
Vermag’s zu scheiden.
 
DIE JÜNGEREN ENGEL
Nebelnd um Felsenhöh,
Spür ich soeben,
Regend sich in der Näh,
Ein Geisterleben.
Die Wölkchen werden klar,
Ich seh bewegte Schar
Seliger Knaben,
Los von der Erde Druck,
Im Kreis gesellt,
Die sich erlaben
Am neuen Lenz und Schmuck
Der obern Welt.
Sei er zum Anbeginn,
Steigendem Vollgewinn,
Diesen gesellt !
 
DIE SELIGEN KNABEN
Freudig empfangen wir
Diesen in Puppenstand ;
Also erlangen wir
Englisches Unterpfand.
Löset die Flocken los,
Die ihn umgeben,
Schon ist er schön und groß
Von heiligem Leben.
 
DOCTOR MARIANUS
(in der höchsten, reinlichsten Zelle)
Hier ist die Aussicht frei,
Der Geist erhoben.
Dort ziehen Frauen vorbei,
Schwebend nach oben.
Die Herrliche mitteninn,
Im Sternenkranze,
Die Himmelskönigin,
Ich seh’s am Glanze.
 
(entzückt)
Höchste Herrscherin der Welt,
Lasse mich, im blauen
Ausgespannten Himmelszelt,
Dein Geheimnis schauen.
Billige was des Mannes Brust
Ernst und zart beweget
Und mit heiliger Liebeslust
Dir entgegen träget.
 
Unbezwinglich unser Mut,
Wenn du hehr gebietest ;
Plötzlich mildert sich die Glut,
Wie du uns befriedest.
Jungfrau, rein im schönsten Sinn,
Mutter, Ehren würdig,
Uns erwählte Königin,
Göttern ebenbürtig.
 
Um sie verschlingen
Sich leichte Wölkchen,
Sind Büsserinnen,
Ein zartes Völkchen,
Um ihre Knie
Den Äther schlürfend,
Gnade bedürfend.
 
Dir, der Unberührbaren,
Ist es nicht benommen,
Daß die leicht Verführbaren
Traulich zu dir kommen.
 
In die Schwachheit hingerafft,
Sind sie schwer zu retten ;
Wer zerreißt aus eigner Kraft
Der Gelüste Ketten ?
Wie entgleitet schnell der Fuß
Schiefem, glattem Boden ?
Wen betört nicht Blick und Gruß,
Schmeichelhafter Odem ?
 
MATER GLORIOSA
(schwebt einher)
 
CHOR DER BÜSSERINNEN
Du schwebest zu Höhen
Der ewigen Reiche,
Vernimm das Flehen,
Du Ohnegleiche,
Du Gnadenreiche !
 
MAGNA PECCATRIX
(St Lucae, VII, 36)
Bei der Liebe, die den Füßen
Deines gottverklärten Sohnes
Tränen ließ zu Balsam fließen,
Trotz des Pharisäerhohnes ;
Beim Gefäße, das so reichlich
Tropfte Wohlgeruch hernieder ;
Bei den Locken, die so weichlich
Trockneten die heilgen Glieder —
 
MULIER SAMARITANA
(St Joh, IV)
Bei dem Bronn, zu dem schon weiland
Abram ließ die Herde führen ;
Bei dem Eimer, der dem Heiland
Kühl die Lippe durft berühren ;
Bei der reinen, reichen Quelle,
Die nun dorther sich ergießet,
Überflüssig, ewig helle,
Rings durch allen Welten fließet —
 
MARIA ÆGYPTIACA
(Acta Sanctorum)
Bei dem hochgeweihten Orte,
Wo den Herrn man niederließ,
Bei dem Arm, der von der Pforte
Warnend mich zurückestieß ;
Bei der vierzigjährigen Busse,
Der ich treu in Wüsten blieb ;
Bei dem seligen Scheidegrusse,
Den im Sand ich niederschrieb —
 
ZU DREI
Die du großen Sünderinnen
Deine Nähe nicht verweigerst,
Und ein büssendes Gewinnen
In die Ewigkeiten steigerst,
Gönn auch dieser guten Seele,
Die sich einmal nur vergessen,
Die nicht ahnte, daß sie fehlte,
Dein Verzeihen angemessen.
 
UNA PŒNITENTUM, sonst GRETCHEN gennant
(sich anschmiegend)
Neige, neige,
Du Ohnegleiche,
Du Strahlenreiche,
Dein Antlitz gnädig meinem Glück.
Der früh Geliebte,
Nicht mehr Getrübte,
Er kommt zurück.
 
SELIGE KNABEN
(in Kreisbewegung sich nähernd)
Er überwächst uns schon
An mächtigen Glieder ;
Wird treuer Pflege Lohn
Reichlich erwidern.
Wir wurden früh entfernt
Von Lebechören,
Doch dieser hat gelernt,
Er wird uns lehren.
 
DIE EINE BÜSSERIN, sonst GRETCHEN genannt
Vom edlen Geisterchor umgeben,
Wird sich der Neue kaum gewahr,
Er ahnet kaum das frische Leben,
So gleicht er schon der heiligen Schar.
Sieh ! wie er jedem Erdenbande
Der alten Hülle sich entrafft,
Und aus ätherischem Gewande
Hervortritt erste Jugendkraft.
Vergönne mir ihn zu belehren,
Noch blendet ihn der neue Tag.
 
MATER GLORIOSA
Komm ! hebe dich zu höhern Sphären !
Wenn er dich ahnet, folgt er nach !
 
DOCTOR MARIANUS
(auf dem Angesicht anbetend)
Blicket auf zum Retterblick,
Alle reuig Zarten,
Euch zu seligem Geschick
Dankend umzuarten.
Werde jeder bessre Sinn
Dir zum Dienst erbötig,
Jungfrau, Mutter, Königin,
Göttin, bleibe gnädig.
 
CHORUS MYSTICUS
Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis ;
Das Unzulängliche,
Hier wird’s Ereignis ;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist es getan ;
Das Ewigweibliche
Zieht uns hinan.
 
Finis

Faust. Seconde partie de la tragédie

Scène finale

Traduction de Nicolas Class

Ravins de montagne, forêt, rocaille, étendue solitaire

DE SAINTS ANACHORETES
(distribués vers le haut du massif, installés entre les gouffres)

CHŒUR et ECHO
La sylve ondoie à nous,
Les rochers s’y appuient,
Ses racines s’accrochent,
Troncs serrés contre troncs.
Vague après vague gicle,
Grotte profonde abrite.
Des lions sans bruit rampent
En amis à l’entour,
Honorent ce lieu saint,
D’amour le salve asile.

PATER EXTATICUS
(vaguant de haut en bas)
Eternelles délices,
Brûlants liens d’amour,
Vive douleur au ventre,
Vibrante extase en Dieu !
Flèches, transpercez-moi,
Lances, abattez-moi,
Masses, écrasez-moi,
Foudres, étonnez-moi !
Que le rien toutes choses
Fasse s’évanouir,
Quand reluit l’astre fixe,
Noix d’éternel amour !

PATER PROFUNDUS
(Basse région)
Tel l’abîme rocheux, pour s’ouvrir à mes pieds,
Repose et s’appuie sur l’abîme plus profond ;
Tels les mille ruisseaux unissent leur filet
Aux flots grondants de la cataracte écumante ;
Tel, dans la force de son impulsion propre,
Le tronc de l’arbre sait se porter dans les airs :
De même est-ce l’amour, en sa toute-puissance,
Qui conforme et conserve encore chaque chose.

Ouïs-je autour de moi un fol mugissement,
Tel que bois et rochers me semblent se mouvoir,
Mais avec quelle grâce éclatante s’élance
La masse des eaux qui retombe dans le gouffre,
Appelée aussitôt à arroser le val ;
L’éclair qui a frappé de ses foudres ardentes,
Purifiant ainsi l’atmosphère oppressante
Qui comportait poison et poussière en son sein ; —

Ce sont des messagers d’amour qui nous annoncent
Ce qui toujours créant de toujours nous entoure.
Puisse-t-il rallumer aussi mon être intime,
Où tel esprit glacé, confondu, se tourmente
Dans les bornes de sens émoussés où le tient
Fermement entravé la douleur de ses chaînes. —
Ô Dieu, daigne apaiser ma bravache faconde,
Mais éclairer d’autant un cœur nécessiteux.

PATER SERAPHICUS
(Moyenne région)
Quelle est cette nuée, en ce matin qui passe
À travers le cheveu ondoyant des sapins ?
Ai-je pressentiment d’une vie en son sein ?
C’est de jeunes esprits une troupe joyeuse.

CHŒUR DES ENFANTS BIENHEUREUX
Dis-nous, bon père, où allons-nous ?
Dis-nous, très cher, qui sommes-nous ?
Bien heureux, nous le sommes tous :
Combien vivre ici nous est doux !

PATER SERAPHICUS
Chers enfants, nés à la mi-nuit,
L’esprit et le sens à moitié formés,
Vous que vos parents ont perdus,
Acquis cependant au concours des anges,
Ô vous qui sentez la présence
De qui tant vous aime, approchez-vous donc !
Vous que les chemins cahoteux
Sur la terre n’ont pas pu éprouver,
Descendez habiter cet œil,
Organe adéquat au monde, à la terre,
Et vous en servez, tel le vôtre,
Par lui contemplant cette région !
(il les prend en lui)
Voyez, ce sont là des arbres, des roches,
Un cours d’eau qui se précipite
Et, dans sa furie incommensurable,
Raccourcit sa route escarpée.

DES ENFANTS BIENHEUREUX
(en son sein)
Un tel spectacle est saisissant,
Mais bien trop sombre est cet endroit,
Qui nous remplit d’effroi, de peur,
Très cher, très bon, allons-nous en !

PATER SERAPHICUS
Élevez-vous donc à ce plus haut cercle,
Et continuez sans heurt à y croître,
Comme à son usage, éternelle et pure,
La présence de Dieu vous donne force,
Car c’est l’aliment qu’il faut aux esprits,
Qui diffuse par l’éther délié,
Révélation d’éternel amour,
Enfin répandue en félicité.

CHŒUR DES ENFANTS BIENHEUREUX
(croisant à l’entour des cimes le plus élevées)
Enlacez donc vos mains
En cette ronde, heureux,
Et dansez et chantez
De vos sacrés couplets !
Vous que Dieu instruisit
Vous en assurerez :
Lui que vous vénérez,
Vous le contemplerez !

DES ANGES
(parcourant l’atmosphère supérieure et portant la part immortelle de FAUST)
Il est libre du mal, ce membre valeureux
Du monde des esprits :
« Qui toujours plus avant a poussé son effort,
Nous le pouvons sauver. »
Puis que l’amour d’En-haut
A pris part à son être,
L’accueille de tout cœur
Des bienheureux la troupe.

LES ANGES ENCORE NOVICES
Ces roses que nous tenons de la main
Aimante de très saintes pénitentes
Nous ont permis de gagner la bataille
Et d’accomplir notre œuvre salvatrice,
Nous emparer du trésor de cette âme.
Que les démons, quand nous les répandions,
Fuyaient, tremblant de peur, et les diables !
N’endurant plus les peines infernales,
Ils ressentaient mille tourments d’amour ;
Même le vieux maître Satan pour sûr
En était point d’une vive douleur !
Exultez donc ! nous l’avons emporté !

LES ANGES PLUS ACCOMPLIS
Il nous reste une part terrestre
Que péniblement nous portons ;
Et quand d’asbeste elle serait,
Elle n’en est pas moins impure.
Quand la force de notre esprit,
Par la vertu de son pouvoir,
Les quatre éléments s’est adjoints,
Nul ange ne peut diviser
La double essence ainsi faite une
De ces deux attributs intimes,
L’éternel amour et lui seul
Les peut jamais dissocier.

LES ANGES ENCORE NOVICES
Buée sur les hauteurs,
Or j’éprouve ici-même
Que s’exprime, prochaine,
Cette vie des esprits.
Les nuées s’éclaircissent,
Je vois la troupe émue
Des enfants bienheureux
Enlevés à la terre,
En cercle de concert
Qui dès lors se délectent
De ce printemps nouveau
Propre au monde d’En-haut. —
Ô que pour commencer,
Grand gain qui va croissant,
On l’admette en leur nombre !

LES ENFANTS BIENHEUREUX
Nous accueillons joyeusement
Qui n’est encor que chrysalide :
C’est ainsi que nous recevons
Ce gage de la part des anges.
Détachez-le de ces scories
Qui le voudraient cerner encor,
Et voyez que déjà la vie
Céleste le rend grand et beau !

DOCTOR MARIANUS
(dans la cellule le plus élevée et le plus pure)
Ici la vue est libre
Et l’esprit élevé.
Je vois passer des femmes
Qui remontent là-haut.
La plus noble d’entre elles,
Tout couronnée d’étoiles,
C’est la reine des cieux,
L’annonce sa splendeur.

(ravi)
Ô toi du monde la suprême souveraine,
Laisse-moi contempler,
Sous la voûte du ciel, bleue, au loin étendue,
Tes mystères sacrés ;
Et prends en bonne part ce qui fait s’émouvoir
Notre sein, tendre et grave,
Quand l’extase d’amour qui saintement le tient
Le porte à ton encontre !

Indomptable est le cœur
Qui sait suivre tes ordres,
Quand s’apaise l’ardeur
Que ta grâce contente,
Vierge, sublime et pure,
Mère, digne d’honneurs,
Reine, de nous choisie,
Toi l’égale des dieux !

Autour d’elle s’enlacent
De légères nuées,
Ce sont des pénitentes
Les tendres assemblées ;
Entourant ses genoux,
Elles lampent l’éther,
Espérant le pardon.

Toi qui pourtant es intangible,
Il ne t’est pas désagréable,
Que celles qui furent séduites
Viennent à toi en confiance.

Emportées par leur faible sens,
À peine les peut-on sauver :
Qui briserait de son pouvoir
La chaîne de ses appétits ?
Comment le pied s’assurerait
Sur ce sentier raide et glissant ?
Qui n’est troublé par un regard,
Une parole, une senteur ?

MATER GLORIOSA
(s’approche à travers les airs)

CHŒUR DES PENITENTES
Tu parcours les hauteurs
Du royaume des cieux ;
Reçois notre supplique,
Ô toi la nonpareille
Et la source de grâce !

MAGNA PECCATRIX
(Luc, VII, 36)
Par cet amour qui aux pieds
De ton fils transfiguré
Fit de mes pleurs un onguent
Malgré le pharisien ;
Par ce vaisseau généreux
Qui offrit son doux parfum ;
Par ces cheveux qui ont su
Essuyer ses membres saints ; —

MULIER SAMARITANA
(Jean, IV)
Par ce puits où autrefois déjà
Abraham conduisait ses troupeaux ;
Par ce seau qui a su abreuver
La lèvre de notre saint Sauveur ;
Par cette alme source, amène et pure,
Qui s’écoule à présent en la place
Et, dans sa clarté surabondante,
Se répand à travers tous les mondes ; —

MARIA ÆGYPTIACA
(Actes des Apôtres)
Par ce lieu très saint où fut
Mis au tombeau le Seigneur ;
Par ce bras devant l’entrée
Qui m’interdit d’approcher ;
Et par ces quarante années
Que je passai au désert ;
Et par ces derniers saluts
Que j’écrivis sur le sable ; —

TOUTES TROIS
Toi qui ne dérobes pas
Ta présence aux pécheresses,
Mais fais mûrir pour toujours
Un repentir très sincère,
Accorde encore à cette âme,
Qui une fois s’est perdue
Sans savoir qu’elle fautait,
Un pardon approprié.

UNA PŒNITENTUM, jadis appelée MARGOT
(se joignant à leur nombre)
Approche, approche,
Ô nonpareille,
Ô rayonnante,
Ton gracieux visage de mon heur :
Mon premier amour
Que rien plus ne trouble,
Il est de retour !

DES ENFANTS BIENHEUREUX
(s’approchant d’un mouvement circulaire)
Il nous passe déjà
De ses membres puissants
Et récompensera
Les soins à lui donnés :
Nous qui fûmes trop tôt
À la vie retirés,
Cet homme d’elle instruit
Nous la renseignera !

CETTE PENITENTE, jadis appelée MARGOT
Au milieu de ce noble chœur d’esprits
Le nouveau venu s’y retrouve à peine,
Il pressent tout juste une vie nouvelle
Qu’il égale déjà la sainte troupe :
Vois comme il se défait de ses liens
Terrestres et de sa vieille enveloppe
Et comme dans cet habit éthéré
Il revêt la force de sa jouvence !
Accorde-moi désormais de l’instruire,
Ce jour nouveau doit l’éblouir encor !

MATER GLORIOSA
Viens ! et élève-toi à de plus hautes sphères !
Qu’il sente ta présence et il suivra tes pas !

DOCTOR MARIANUS
(prosterné face contre terre)
Élevez vos regards au regard salvateur,
Vous tous qui tendrement vous repentez ;
Et changez de nature avec reconnaissance,
Afin d’entrer dans la félicité ! —
Que toute intention
Excellente te serve,
Ô vierge, mère et reine,
Ô déesse clémente !

CHORUS MYSTICUS
Tout ce qui doit périr
N’est rien que parabole ;
Ce qu’on ne peut parfaire
Ici enfin advient ;
Ce qu’on ne peut décrire
Ici pourtant est fait ;
L’éternel-féminin
Plus avant nous entraîne.

Fin

L’humanité perpétuée



Il est tentant de considérer le Second Faust et la scène qui le conclut comme le dernier mot de Gœthe sur le sens de la vie et la mission du poète. L’achèvement de cette œuvre dense et déroutante aura été la gageure de ses dernières années créatrices, à tel point qu’il déclarait que le temps qui lui serait alloué en sus devait être accueilli avec reconnaissance comme une faveur particulière à lui accordée.
Les tentatives pour élucider le message du Second Faust n’ont pas manqué. La note manifestement mariale sur laquelle l’œuvre se clôt en aura laissé plus d’un perplexe. Fallait-il la rejeter comme une pure machinerie théâtrale, qui serait restait indifférente à son auteur et n’aurait constitué à ses yeux qu’une manière expédiente de mettre un point final à une œuvre qui n’en pouvait souffrir aucun ? Fallait-il au contraire la mettre au centre des convictions du vieil homme et y reconnaître son ultime confession, quitte à faire de lui une alma naturaliter catholica ? Ou, de manière plus subtile, y voir, avec Wagner, les prémisses de cette œuvre d’art totale à laquelle le musicien aspirait, et qu’il s’efforçait de réaliser ? Cette dernière lecture aurait du moins le mérite de conférer à la pièce cohérence esthétique et unité de propos, en y reconnaissant l’alliance en un tout organique d’une écriture lyrique et dramatique qui n’est pas sans évoquer l’opéra, d’une volonté de surmonter la rupture du classicisme et du romantisme, et d’une représentation de l’éternel drame humain revisitée par l’idée de la rédemption par la femme.

Que nous montre-t-on de fait dans cette scène finale du Second Faust ? L’arrivée du principal protagoniste au ciel, où il est reçu au milieu des enfants bienheureux, qu’il aura pour charge d’instruire, de sorte à poursuivre dans cette vie nouvelle l’effort d’éducation du genre humain qui aura motivé son existence terrestre et l’aura au bout du compte rendu digne d’être racheté, ce que donne bien à entendre l’intercession des pénitentes, — et, parmi elles, de celle qui fut jadis Marguerite, — qui font reporter sur le nouveau venu la grâce que la Vierge-Mère a daigné leur accorder.

L’intertextualité littéraire nous renvoie presque inévitablement à la Divine Comédie. Béatrice y intercédait déjà en faveur de Dante, et Bernard de Clairvaux l’y instruisait déjà de l’efficace particulière à l’intercession mariale et complétait par cet enseignement la révélation que le poète se voyait chargé de transmettre à ses frères humains. Le contexte intellectuel et spirituel des années 1820 nous rappelle à ce propos le renouvellement du culte de la Vierge Marie, qui devait marquer de manière décisive l’évolution du catholicisme au cours du XIXe siècle, comme il nous suggère, eu égard à l’activisme et à l’humanisme de Faust, un rapprochement avec ces tendances du catholicisme qui voulaient alors affirmer la dimension humanitaire et sociale de la religion chrétienne, laquelle impliquait un engagement conséquent du croyant dans l’existence concrète.

Et pourtant, Gœthe ne met pas en scène l’organisation cosmique du salut autour du paradis, de l’enfer et du purgatoire ; il nous propose bien davantage une réflexion sur la polarité de la nature et de la nature humaine. Et pourtant, il se dérobe à l’exposé théologique et ne cherche pas à illustrer et donc imposer un dogme ; il nous présente plutôt l’aboutissement circonstancié d’une méditation sur le sens et la valeur des entreprises humaines et laisse parler d’expérience des figures éminemment symboliques de nos efforts et de nos aspirations. Et pourtant, il n’est le représentant déclaré d’aucune mouvance chrétienne déterminée, qui s’efforcerait de reprendre à son compte la philanthropie des Lumières, mais plutôt le dernier continuateur d’une Aufklärung qui parvient à retrouver son humanisme jusque dans ces symboles et ces figures dont elle hérite à la suite de la religion.

Nous devons donc tenir que Gœthe ne s’intéresse à la religion chrétienne, au catholicisme et au culte marial que dans l’exacte mesure où ils lui permettent d’exprimer plastiquement l’humain. Mais un tel recours ne se réduit pas à la seule exploitation esthétique d’une formule idéologique aussi incontournable qu’efficace en un siècle qui se tourne à l’opposé du précédent comme pour mieux en conjurer les excès ; il repose au contraire sur la conviction éclairée que la religion demeure avant tout une œuvre et donc une figure de l’humain, et que, en ce sens, son génie, en dépit de ses perversions et de ses égarements, demeure digne de représenter l’humanité et d’en nourrir la création artistique. À cet égard, la reprise de l’imaginaire religieux par l’imagination de l’artiste ne vaut donc que pour autant qu’elle oriente la conduite de l’homme dans l’existence, qu’elle suscite une éthique de l’humain.

Dans une telle perspective, la sympathie réelle de Gœthe pour certains aspects du christianisme s’explique à partir d’une attitude qui reste au fond « irréligieuse », et que cette sympathie même ne saurait nous cacher. C’est parce qu’elle continue, — comme malgré elle, serait-on tenté de dire, — à exprimer naturellement la nature de l’homme que la religion est digne d’intérêt et sert le propos du poète. Les inventions de l’imaginaire religieux relèvent alors, comme les créations de l’art qui s’en font parfois avec profit l’écho, du « démonique », de cette force qui pousse l’être humain à persévérer dans l’existence et à y affirmer son humanité, force à laquelle l’amour chrétien ne fait que prêter ici une figure mieux circonscrite. Il n’est donc pas surprenant que l’historien des idées puisse dégager, derrière l’imagerie mariale de la scène finale du Second Faust, l’influence de la philosophie de Spinoza, dont on sait l’importance qu’elle a revêtu pour Gœthe.

C’est que l’idée du « démonique » implique que l’homme s’avère humain à travers l’effort qu’il entreprend pour se faire être humain. C’est en ce sens seulement qu’on peut dire qu’il se sauve ou se perd, est bon ou mauvais. Et c’est ce que veut nous signifier le rachat, somme toute problématique, de Faust. Le personnage de Gœthe est loin d’être un saint, mais c’est un homme qui, à la fois à cause et en dépit de ses limitations et de ses faiblesses, du pari dont il est l’enjeu, des tentations auxquelles il est soumis ou de la grâce qu’on veut lui accorder, se découvre profondément humain et cherche à s’affirmer tel dans un effort que rien ne vient démentir ni entamer, et qui peut par conséquent l’amener à traverser toutes les sphères de la nature et de l’existence.

On voit donc en quoi la réflexion de Gœthe reste extérieure à la religion chrétienne : ce n’est pas le Dieu fait homme qui sauve l’humanité en rachetant ses péchés par son sacrifice, c’est l’homme qui, par son effort, se libère de la servitude des passions et se rend de la sorte digne d’être considéré comme un dieu. C’est au fond l’effort éthique de réaliser ce qui est humain qui vient seulement donner sens et substance aux idées de divinité, d’âme et de monde spirituel.

Et c’est pourquoi l’humanisme de Gœthe rejette de la tradition chrétienne son iconoclastie, sa mortification de la chair et sa culture de la culpabilité, dans lesquelles il ne saurait voir que des instruments de domination de l’homme sur l’homme et non les signes d’une dialectique de la chute et de la rédemption. Mais c’est aussi pourquoi il peut reprendre au catholicisme l’imagerie de son culte marial : c’est qu’il trouve ce dernier apte à encourager l’homme à vivre et à agir sans désespérer de la vie et de ses propres forces, dans la mesure où il lui remontre que, s’il se fourvoie souvent, son effort pour persévérer dans l’être n’est pas vain mais a chance d’aboutir.
Et c’est cette conviction intime qui amenait le poète à affirmer dans les dernières années de sa vie qu’il lui était impossible d’imaginer la mort comme un terme définitif à la vie et à l’action, mais qu’il y voyait une transition vers une vie renouvelée que l’homme pouvait toujours s’assurer par son activité perpétuée. Le tort de la religion aura été de lui faire croire que ce passage dépendait seulement d’une autre volonté étrangère à la sienne, mais son mérite de lui faire sentir qu’il lui revenait, et à lui seul, de l’accomplir.


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